Aufruf zu Sozialprotesten am 26. September – gemeinsam gegen Sozialabbau!
Die aktuellen Angriffe der Merz-Regierung auf den Sozialstaat sind so massiv, denn sie betreffen jeden Bereich des sozialen Miteinanders. Geplant und teilweise schon umgesetzt sind eine Reihe von Grausamkeiten, die die Existenzgrundlagen vieler Menschen angreifen: von der Abschaffung der Rente für Menschen, die mehr als 45 Jahre eingezahlt haben, und einer Erhöhung des Renteneintrittsalters über höhere Zuzahlungen bei Medikamenten und Kürzungen bei den Zuschüssen für Zahnbehandlungen und Pflegekosten bis hin zu Einschnitten beim Wohngeld, Unterhaltsvorschuss, Elterngeld und Kinderzuschlag. Auch die zwei Sozialratschläge, die wir als Landesverband durchgeführt haben, haben gezeigt, wie groß die Verunsicherung bei den Betroffenen ist und wie konkret die realen Verschlechterungen für die Menschen im Freistaat.
Die Linke Thüringen ruft deshalb zu Sozialprotesten auf und unterstützt den bundesweiten Aktionstag des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften am 26. September 2026 in Erfurt.
Wir teilen die Forderung nach einem starken Sozialstaat, der Sicherheit schafft. Gute Arbeit, eine bessere Gesundheitsversorgung und eine Rente, die zum Leben reicht, sind für uns wichtige Schritte auf dem Weg zu einer gerechteren Gesellschaft.
Wir unterstützen insbesondere die Forderungen des DGB nach:
- einer aktiven Industrie-, Dienstleistungs-, Handwerks- und Innovationspolitik, die Arbeitsplätze und Standorte sichert,
- mehr öffentlichen Investitionen in eine zukunftsfähige Infrastruktur und einer stärkeren Besteuerung hoher Vermögen,
- verlässlichen Arbeitszeiten und dem Erhalt des Arbeitszeitgesetzes,
- der Abschaffung sachgrundloser Befristungen und Kettenverträge,
- einer leistungsfähigen, flächendeckenden und für alle bezahlbaren Gesundheitsversorgung,
- fairen Arbeitsbedingungen und Tarifentlohnung in der Pflege,
- einer Rente, die nach einem langen Arbeitsleben zum Leben reicht, und einem Renteneintrittsalter, das Beschäftigte gesund erreichen können.
Wir stellen uns gegen eine Politik, die soziale Leistungen kürzt, Arbeitsrechte beschneidet und Beschäftigte gegeneinander ausspielt. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und des Wandels braucht es Solidarität und sozialen Zusammenhalt statt Misstrauen und Beschimpfungen.
Der Landesvorstand ruft dazu auf, sich am 26. September an den Protesten zu beteiligen und gemeinsam ein sichtbares Zeichen für gute Arbeit, soziale Sicherheit und einen starken Sozialstaat zu setzen.
Die Beschäftigten haben ihre Löhne, ihre Rechte und ihre sozialen Sicherheiten erkämpft. Der Sozialstaat ist keine freiwillige Leistung von Politik oder Arbeitgebern. Er schafft Sicherheit und ermöglicht gesellschaftlichen Zusammenhalt – gerade dann, wenn Beschäftigte um ihre Arbeitsplätze, ihre Gesundheit oder ihre finanzielle Absicherung im Alter bangen.
Unser Ziel ist, als Linke mit möglichst vielen Menschen vor Ort präsent zu sein und damit ein starkes Zeichen gegen den Kahlschlag der Merz-Regierung zu setzen. Wir haben mehr verdient als Misstrauen und Beschimpfungen durch den Kanzler. Unsere Antworten heißen Solidarität und Zusammenhalt.

