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Markus Gleichmann

Diskussion unerwünscht! Petry Heil in Hermsdorf.

Ein ähnliches Klientel wie die AfD-Veranstaltung zog der Auftritt der AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry in Hermsdorf am 09.02.2017 an. Führende Mitglieder der rechtsextremen Thügida-Bewegung, der von Verfassungsschutz unter Beobachtung stehenden Identitären-Bewegung und kreisbekannte Neonazis, die schon in den unterschiedlichsten rechtsextremen Vereinigungen mitgewirkt haben saßen gut verteilt im Raum.  

Der Veranstalter, ein dubioser Kreis mit dem Namen „Dialog jetzt“, bestehend aus aktuellen Kreistagsabgeordneten, dem Mitgründer der AfD-Thüringen Wohlfahrt und Tobias Gruber, bekannt im SHK durch seine Anti-Windkraft Bewegung in St. Gangloff, luden die Bundesvorsitzende zum „Dialog über die Entwicklung von Parteien“ ein. Das diese Initiative extrem AfD nah ist, zeigte sich auch an dem guten Verhältnis zwischen dem Landtagsabgeordneten der AfD Jörg Henke und dem Podium, bestehend aus Gruber, Wohlfahrt und Petry. Die einseitig besetzte Gesprächsrunde moderierte Prof. Albrecht von Massow aus Weimar, der ebenfalls sehr eng vertraut mit allen Akteuren war. 

Schon vor Beginn der Veranstaltung siebte der Veranstalter beim Einlass das Publikum. Jungen Menschen die „links“ genug aussahen wurde der Zutritt versagt. Eine Gruppe, bestehend aus Kreistagsabgeordneten, Stadträten und Mitgliedern der LINKEN wurde per Hausrecht aus dem Saal verbannt, nach dem Fragen gestellt wurden, wann der Dialog nun startet. „Leider war Tobias Gruber als Leiter der Veranstaltung nicht in der Lage deutlich zu machen, an welcher Stelle der Dialog erfolgen solle. Auf meine Nachfrage wann wir denn zur Diskussion kommen, verwies er mich aus dem Raum“, so Markus Gleichmann, Kreisvorsitzender der Partei DIE LINKE im Saale-Holzland-Kreis. 

„Dabei hätte ich so viele Fragen an die sogenannte Alternative gehabt“, so der Kreisvorsitzende weiter. Vor dem Rathaus sammelten sich etwa 50 junge Menschen aus Hermsdorf und Umgebung, die den Raum nicht betreten durften. Nach der Anmeldung einer Spontankundgebung wurde zur AfD und zu Petry in Redebeiträgen Stellung genommen. Anders als vom Veranstalter befürchtet blieb es absolut friedlich. „Ich kann mir vorstellen, dass die AfD Angst vor einer inhaltlichen Debatte hat. Die Veranstaltung in Hermsdorf war eine reine Propagandashow ungeachtet der für alle bekannten Teilnehmer aus dem rechtsextremen Spektrum. Damit hat sich die Anschlussfähigkeit der AfD nach den Ereignissen von Kahla erneut gezeigt.“, so Gleichmann abschließend. 

Der Kreisvorstand der Partei DIE LINKE Saale-Holzland-Kreis hatte in einer Sitzung zuvor eine Strategie zum Umgang mit der AfD beschlossen. Kernpunkt ist die inhaltliche Auseinandersetzung. Mit den vielen angemeldeten Veranstaltungen der AfD wird DIE LINKE im SHK offensiv umgehen, ohne dabei aber die eigentliche wichtige politische Arbeit für den Kreis und seine Einwohner zurückzustellen. 

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