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Knut Meenzen

"Völkerfrieden. Soziale Sicherheit. Freiheit!"

...das war Anfang der 50er Jahre ein Slogan des DGB zum 1. Mai. In den Jahren danach forderten die Gewerkschaften immer wieder "Frieden", "Freiheit", "Solidarität" oder "Gerechtigkeit". Im Internet findet man ganze Sammlungen von Plakaten zum Maifeiertag der letzten Jahrzehnte. Unabhängig von der optischen Gestaltung, ist es manchmal sehr schwer, einschätzen zu können, aus welcher Zeit, welche Forderung ist. 

Immer wieder machen die Gewerkschaften die selben Forderungen. Immer wieder müssen die Gewerkschaften die selben Forderungen machen. 

In diesem Jahr geht der DGB nun mit der Losung "Solidarität ist Zukunft" in die Kampagne zum 1. Mai. Das klingt wenig neu und wenig innovativ - trifft aber gerade im Angesicht der schon viel zu lange währenden Corona-Pandemie genau den richtigen Punkt. Ohne Solidarität und ohne Zusammenhalt, hat unser Zusammenleben, so wie wir es uns wünschen, keine Zukunft.

Im Jahr 2020 hat unser Kreisverband mit einer Plakataktion unter dem Motto "Lohn von dem man leben kann!" und dem stilisierten Bild einer Krankenschwester auf die schon damals dramatischen Arbeitsverhältnisse im Pflegebereich aufmerksam gemacht. Wie auch der DGB hätten wir dieses Thema und sogar die alten Plakate aus dem letzten Jahr wieder aufgreifen und flächendeckend erneut verwenden können.

So viel in den vergangenen Monaten immer wieder über eine gerechte Entlohnung in der Pflege diskutiert worden, so wenig ist doch in der Realität passiert. Diese Dramatik ist inzwischen im "Mainstream" angekommen. Die beiden Moderatoren Joko und Klaas machten kürzlich auf PRO7 in einer sehenswerten knapp 7-stündigen Dokumentation auf die harten Arbeitsbedingungen im Pflegebereich aufmerksam.

Nach allem Reden und Klatschen für unsere Pflegekräfte im letzten Jahr hat sich bis heute wenig getan. Im Gegenteil, die Arbeitsbedingungen haben sich sogar noch verschlechtert. 

Ein lange verhandelter Flächentarifvertrag in der Pflege wurde von den kirchlichen Trägern abgelehnt. Der großartig angekündigte Corona-Bonus wurde mit solchen Auflagen versehen, dass längst nicht Alle etwas davon hatten.

Wann, wenn nicht jetzt, ist die Zeit der Gewerkschaften.

Diese leben aber von aktiven Mitgliedern und starken Partner*innen, die auch da aktiv werden, wo die Belegschaften nicht einfach ihre Arbeit niederlegen können, oder selbst kaum organisiert sind. Unser Kreisverband steht an der Seite der Gewerkschaften und Beschäftigten. Sei es, mit einem offenen Ohr für die Sorgen der Pflegekräfte oder ganz praktisch am Infostand vor dem Schlachthof ASTENHOF in Hainspitz mit der Gewerkschaft NGG.


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