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Markus Gleichmann

Platz 1: Einwohnerverlust im SHK Landesweit am höchsten

Das Mantra »Der Landkreis ist gut aufgestellt« wird nicht ausreichen, um die Herausforderungen des ländlichen Raumes zu meistern. Die Demographie macht auch vor dem Saale-Holzland-Kreis nicht halt.

Genau 1535 und damit 1,8% aller Einwohner*innen hat der Saale-Holzland-Kreis im vergangenen Jahr verloren. Dafür gibt es demographische und politische Gründe. Vorallem braucht es aber einen Paradigmenwechsel in der Landkreisführung.

Zahlen können immer so interpretiert werden, dass sie dem  Betrachter am besten passen. Der starke Bevölkerungsrückgang im vergangenen Jahr findet seine Begründung auch in der Schließung der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenberg. Geflüchtete, die bis dato dem Landkreis als Einwohner*innen zugeordnet wurden und für die der Landkreis Geld in Form von Schlüsselzuweisungen erhielt, sind nach Gera verzogen.

Die Demographie kann man nicht manipulieren.

Trotzdem folgt die Einwohner*innenentwicklung im Verlauf der letzten Jahrzehnte einem Abwärtstrend, der klare Ursachen hat. Zum einen liegt er in dem Geburtenknick der Wende. Statt 35.000 Neugeborene in den Jahren vor 1990 brach die Anzahl der neuen kleinen Einwohner*innen nach der »Wende« auf 11.500 im Land Thüringen ein. Zwar sind bis zum Jahr 2018 immer mehr junge Familien wieder den Wunsch nach Kindern nachgegangen, aber mit 18.132 Babys im Jahr 2017 sind die Zahlen immer noch dramatisch unter denen vor 1990. Dies hat mittlerweile die logische Folge, dass die Anzahl der »Frauen im gebärfähigen Alter« zu gering ist, um selbst bei gleicher Geburtenquote wie zu DDR-Zeiten den Bevölkerungsrückgang auszugleichen.

Viele junge Menschen haben zudem nach 1990 aus wirtschaftlichen Gründen Thüringen verlassen. Gleichzeitig kommen die im Vergleich geburtenstarken Jahrgänge der 40er und 50er Jahre in hohe Lebensalter. In der Statistik nennt sich die Ratiozwischen Geburten und Gestorbenen »Sterbefallüberschuss«. Im Saale-Holzland-Kreis entwickelte er sich auf 375 im Jahr 2017. Ein Höchstwert.

Nicht schönreden, sondern gegensteuern

Landrat Andreas Heller (CDU) gefällt sich oftmals in der Aussage »Der Landkreis ist gut aufgestellt.« Doch das wird nicht ausreichen , um die kommenden Herausforderungen zu meistern. Diese sind zudem je nach Region im Landkreis höchst unterschiedlich.

Jena, Schule und Reformen

Die Lagen in der Nähe von Jena brauchen unkomplizierte und abgestimmte Verwaltungswege zwischen Stadt und Land. Eine gemeinsame Schulnetzplanung und die Möglichkeit, dass Kinder aus beiden Strukturen nicht mehr als »Gastkinder« angesehen werden, sind notwendig.

Je weiter man von Jena und den Hauptverkehrsstraßen entfernt ist, umso stärker zeigt sich die Demographie. Den älteren Menschen auf dem Landmuss eine medizinische- und Mobilitätsgarantie gegeben werden. Medizinische Versorgungszentren und das Prinzip der »Gemeindeschwestern« brauchen endlich Umsetzung.

DIE DREI PREUSSISCHEN TUGENDEN

1) Das haben wir schon immer so gemacht.

2) Das haben wir noch nie so gemacht.

3) Da könnte ja jeder kommen.

Den Jüngeren muss mit schnellem Internet in jeder Region des Kreises die Möglichkeit gegeben werden, ihren Wohnortnachteil in Form von Homeoffice ausgleichen zu können. Zuletzt braucht es eine effektive Verwaltungsstruktur, die bei geringerwerdender Einwohneranzahl keine Kostenexplosion bedeutet. Eine Verwaltungs-, Funktional- und Gebietsreform bleibt notwendig, denn die drei »preußischen Verwaltungstugenden« (siehe oben) werden uns auf Dauer nicht weiterhelfen.


Termine

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    Ernst Thälmann Erinnerung und Diskussion

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