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Ralph Lenkert

CORONA: Gesellschaft im Wandel?

Kann man das Virus ausrotten? 
Ich stelle mir die Frage: Kann man das Virus über reinen Infek­tionsschutz ausrotten? Bei der leichten Übertragbarkeit, mit An­steckungsgefahr bereits vor eige­nen Symptomen, bei Übertragung durch Menschen, die selbst nicht erkranken, bei der weltweiten Vernetzung unserer Gesellschaft, nach der Situation im diktatori­schen China mit einem erneuten Ausbrauch nach Monaten der „In­fektionsfreiheit“? 
Meine Meinung ist nein, es gibt keinen dauerhaften Sieg über Corona ohne Impfung. Wann es einen wirksamen und nebenwir­kungsarmen Impfstoff gibt, ist un­klar. Bei AIDS forscht man seit 30 Jahren. So lange halten wir einen Lockdown zum Infektionsschutz nicht durch.

Unterschätzte Gefahr 
Die Gefahr einer Pandemie durch Corona wurde weltweit unter­schätzt, zu Beginn wurde zu zö­gerlich reagiert. Noch am 5. März ging es in Thüringen nur um eine funktionierende Minderheitsregierung mit Bodo Ramelow als Ministerpräsident, die glücklicher­weise zustande kam. Zwei Wo­chen später überschlugen sich die Maßnahmen zum Eindämmen der Corona-Infektionen, getrieben von den schockierenden Bildern aus Italien.

Unser Beitrag
Als LINKE konnten wir im Bereich Sozialleistungen und für kleine Unternehmen einiges durchsetzen, aber vor allem, dass die Sonderbefugnisse der Regierung auslaufen, wenn die Pandemie vorbei ist, spätestens im März 2021. Aus zwei Gründen war dieser Passus erforderlich: Erstens war klar, dass Fehler passieren, dass es Probleme gibt, die Parlament und Regierung nicht erkannten oder unterschätzten und die dann im normalen Gesetzgebungsprozess korrigiert werden müssen. Zweitens, dass die im Notfall nötigen Sonderbefugnisse für die Regierung bei dieser den Appetit wecken, diesen Zustand beizubehalten, was jedoch aus Sicht der Demokratie zu verhindern war. 

Nichts Vergleichbares
Die Debatten zu Impfpflicht und Corona-App beweisen, wie wichtig Regierungskontrolle ist. Es war klar, dass es „Besserwisser“ geben wird, die kritisieren und hinterher alles bezweifeln. Die Lage seit März ist eine echte Krise. Niemand unter 75 Jahren hat etwas Vergleichbares erlebt und hat Erfahrungen.

Erfolge
Der erste Schritt gelang in Deutschland. Die Ausbreitung des Virus wurde eingedämmt und Menschenleben gerettet. Auch die Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Funktionen der Gesellschaft über das Gesundheitswesen hinaus, Energie-, Wasser-, Lebensmittelversorgung, Abfall-, Abwasser-, Entsorgungswirtschaft, Sicherheit (Polizei, Feuerwehr, THW, Rettungsdienste), gelang.

Angst vor den Folgen
Aber unter welchen Nebenwirkungen? Familien tragen die Hauptlast. Homeoffice + Erziehung + Schulersatz sollen Eltern stemmen - unter Existenzangst in beengten Wohnungen. Seniorinnen und Senioren verloren komplett die sozialen Kontakte. Beschäftigte in Tourismus und Gastronomie wurden über Nacht zu Hilfeempfängern. In Kultur und bei Veranstaltern von Messen und Konferenzen ist auf Monate keine Besserung in Sicht. Millionen sind in Kurzarbeit und fürchten um ihren Job. Was wird aus der Generation unserer Kinder, die unter Unterrichtsausfall, unter über Monate hinweg verlorenen Sozialkontakten, Bewegungsarmut und durch die Situation hervorgerufene Traumata leiden? Wir müssen diese Probleme lösen, sonst zerbricht unsere Gesellschaft. Der Streit tobt: Mehr lockern? Weniger, gar niedrigste Infektionszahlen? Wiederanfahren unserer Gesellschaft?

Lernen, mit dem Virus zu leben
Es steht die Eingangsfrage und daraus folgt die Frage: Was machen wir als Gesellschaft, wenn es keinen Impfschutz gibt? Daher unterstütze ich den Weg unserer Landesregierung: Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben. Droht unbeherrschbarer Anstieg der Neuinfektionen, gibt es Einschränkungen. Sobald die Infektionen abnehmen und Infektionsketten nachverfolgbar sind, muss „normales“ Leben stattfinden, mit Kindergärten, Schule, Kultur und Sport. 

Der richtige Weg
Inzwischen tobt wieder der „übliche“ politische Streit zum richtigen Weg. Meine und die Positionen der Linken zu Corona und allem herum, finden Sie unter www.ralph-lenkert.de. Dort habe ich auch begründet, warum ich z.B. eine App und die Impfpflicht ablehne, warum ich für Unterricht und für mehr Unterstützung für Familien bin. Bei weiteren Fragen stehe ich zur Verfügung, Bleiben Sie gesund und vor allem menschlich!


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