21. Februar 2012 OTZ, Eisenberg

Jobcenter-Beirat zur Bürgerarbeit im Saale-Holzland-Kreis

Aus dem Saale-Holzland-Kreis liegen 55 Anträge mit 93 Plätzen vor.

Eisenberg. Vertreter des Beirates des Jobcenters Saale-Holzland-Kreis sowie Mitarbeiter der Einrichtung informierten gestern über die Schwerpunkte der Arbeit im vergangenen Jahr. Im Mittelpunkt stand die Bürgerarbeit. "Wir haben es uns nicht leicht gemacht. Es gab viele Runden im Vorfeld, auch mehrmalige Beratungen zu einem Antrag", sagte Harald Letsch, der gestern als Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) turnusgemäß den Vorsitz des Beirates von Knuth Schurtzmann (Die Linke) übernahm. Letzterer ist nun Stellvertreter.

Insgesamt wurden im Saale-Holzland-Kreis 55 Anträge mit 93 Plätzen von rund 15 Trägern eingereicht. Bisher bewilligte das Bundesverwaltungsamt (BVA) 41 Anträge mit 62 Plätzen, vier Anträge mit zehn Plätzen liegen noch zur Bewilligung vor, ein Antrag mit einem Platz wurde vom BVA abgelehnt, teilte Manfred Glause mit, der im Jobcenter verantwortlich für Bürgerarbeit ist. Vier Anträge mit zwölf Plätzen wurden von Trägern zurückgezogen, fünf Anträge mit acht Plätzen vom Beirat abgelehnt. Damit sei das ursprüngliche Ziel von rund 100 Bürgerarbeitsplätzen nicht ganz erfüllt worden. "Wir hätten uns auch die Bereitschaft von noch mehr Trägern gewünscht", sagte Letsch. Die Vorgaben seien allerdings auch nicht einfach gewesen. "Und die Träger mussten relativ rasch reagieren." Angesichts dessen sei es doch ein gutes Ergebnis.

Insgesamt wurden 628 Personen aktiviert, sagte Glause. Davon seien allein 126 in den ersten Arbeitsmarkt gegangen. 62 Frauen und Männer sind derzeit als Bürgerarbeiter tätig, 19 in anderer öffentlich geförderter Beschäftigung, 19 in Weiterbildung über die Aktivierungsphase hinaus und 29 haben auf ihre Leistungsansprüche verzichtet. Für die Bürgerarbeiter gibt es bei den Jobcentern in Eisenberg und Jena feste Ansprechpartner und regelmäßige Treffen. Oberstes Ziel bleibe die Vermittlung in reguläre Arbeit, gegebenenfalls begleitet durch Weiterbildung, sagte Schurtzmann.

Margit Kasper / 21.02.12 / OTZ